Fontane und Benjamin. Kindheit in Berlin und Brandenburg

ab 15.6.2013 - Unter dem Titel "spiel und ernst" setzt sich das Kulturland-Jahr 2013 mit der Kindheit in Brandenburg auseinander. Nächster Veranstaltungshöhepunkt ist die Ausstellung "Fontane und Benjamin" im Märkischen Museum Berlin mit großem Museumsfest zur Eröffnung.

Veranstaltung für Kinder in Berlin: Fontane und Benjamin. Kindheit in Berlin und Brandenburg

Jürgen Hohmuth/zeitort.de © Kulturland Brandenburg 2013

Rund um das Thema „Kindheit in Brandenburg“ bietet das diesjährige Kulturland-Jahr eine Vielzahl an kulturellen, künstlerischen, touristischen und wissenschaftlichen Projekten und Programmen für die ganze Familie an. Das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2013 „spiel und ernst – ernst und spiel“ nimmt dabei einen großen Spannungsbogen des Wandels in den Blick: von der Kindheit als Unterwerfung und Gehorsamspflicht, und einer zwar fürsorglichen, aber disziplinierenden Pädagogik in der Vormoderne, über das Verständnis von Kindheit als Erziehungskindheit mit dem Kind im Zentrum in der Pädagogik der Aufklärung und den Kindheitskonzepten der Reformpädagogik bis hin zu jüngsten Konzepten, die Kinder als sozial kompetente Akteure verstehen und die Frage aufwerfen, wie Erziehung als Interaktion zwischen Erwachsenen und Kindern gestaltet werden kann.

Sowohl in der Perspektive historischen Wandels, als auch in der Perspektive aktueller und zukünftiger Entwicklungen soll die individuelle und die gesellschaftliche Bedeutung der Lebensphase Kindheit präsentiert und reflektiert werden. Bildungsorte und Erziehungskonzepte, Spielzeug und Lernmittel als Kulturgeschichte werden ebenso thematisiert wie Träume, Wünsche, Ängste und Bedrängnisse von Kindern. Die Angebote richten sich generationsübergreifend an Erwachsene, Jugendliche und Kinder, wobei der kulturellen Bildung und der breiten Beteiligung regionaler Projektpartner eine besondere Bedeutung zukommt.

Der nächste Höhepunkt des Kulturjahrs, der bevorsteht, ist die Eröffnung der Ausstellung "Fontane und Benjamin" im Märkischen Museum, die bis 15. September läuft. Die Ausstellung wirft einen speziellen, literarischen Blick auf die Zeit zwischen 1830 und 1900 und durchstreift dabei mit Theodor Fontane (1819-1898) und Walter Benjamin (1892-1940) Berlin und das Umland. Auch wenn sich ihre Lebenswege nicht kreuzten, lassen sich anhand ausgewählter Beschreibungen erstaunliche Parallelen entdecken.

Achtzehn Stationen stellen im Märkischen Museum einen thematischen Bezug zu den beiden Literaten her. Im Abstand von siebzig Jahren haben diese großen Schriftsteller dieselben Orte aufgesucht. So gelingt ein fiktiver Dialog und inhaltlicher Diskurs über Kindheitserinnerungen in Berlin und Brandenburg. Das Stadtmuseum Berlin folgt ihnen an diese Orte: Von der Pfaueninsel über die Rousseau-Insel im Tiergarten bis zum Kaiserpanorama, das sich ursprünglich Unter den Linden befand. Der Zauber steckt immer im Detail und so geben sich am Fangespiel aus Fontanes Besitz die Gebrauchsspuren gut zu erkennen und Benjamins Faszination an Mondscheinkarten „leuchtet“ wirklich ein. Ein kostenloser Audioguide mit Originaltexten lässt die individuellen Gedanken der großen Dichter nachempfinden.

15.6. | ab 18.00 Uhr: Museumsfest | 19.00 Uhr: Ausstellungseröffnung | Märkisches Museum | Am Köllnischen Park 5 | 10179 Berlin-Mitte | T. 24002162 | www.stadtmuseum.de | www.kulturland-brandenburg.de

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