Anja Ihlenfeld

Selbst bestreitet sie es, aber Anja ist das Organisationstalent unter den drei Gründerinnen und so führt sie die Geschäfte des Verlages und leitet die Redaktion. Während ihres Politik- und Geschichtswissenschaften-Studiums hat sie lange im Buchhandel gearbeitet und ihre Leidenschaft für Bücher mit zu HIMBEER gebracht, die allermeisten Rezensionen bei LESEN HÖREN SEHEN stammen von ihr.

Anja_Baltrum_1979

Anja hat eigentlich immer lieber mit Jungs gespielt, bis sie zu HIMBEER kam... Und siehe da – es klappt auch mit den Mädchen erstaunlich gut! ©Jutta Staudenmaier

Anja_Kaufmannsladen

Das Faible für Zahlen scheint ihr doch schon in die Wiege gelegt worden zu sein – wie einst den Kaufmannsladen führt sie heute die Geschäfte für den HIMBEER Verlag. ©Jutta Staudenmaier

Anja_Einschulung_1980

Fast wäre sie 1980 erst mal nicht eingeschult worden, da die Schulärzte ihre Schulreife arg bezweifelten, machte Anja bei allen Test partout den Mund nicht auf und antwortete auf keine Frage. Aber mit dem Lesen- und Schreibenlernen taten sich für sie ganze neue Welten auf und die Leidenschaft für Bücher war rasch geweckt.

Berlin, bestes Spaghetti-Eis bei Eisdiele Annamaria Kinder lieben es

Das beste Spaghetti-Eis Berlins gibt es laut Anja und ihren Kindern bei Annamaria in der Husemannstraße! ©Anja Ihlenfeld

Wo kommst du ursprünglich her?
Ich bin gebürtige Bremerin, aufgewachsen aber den größten Teil meiner Kindheit im Teufelsmoor, nahe des Künstlerdorfs Worpswede.

Seit wann lebst du in Berlin?
Seit Anfang 1998.

Wie viele Kinder hast du und wie alt sind sie?
Vier – zwei Töchter, zwei Söhne, immer abwechselnd, 1999, 2001, 2004 und 2009 geboren.

Was machst Dir am meisten Spaß bei HIMBEER?
Ich liebe es, gemeinsam mit Claudia, Esther und unseren Autoren und Fotografen neue Themen zu entwickeln. Neben all der Arbeit macht mir das Zusammensein mit den tollen Frauen, die bei HIMBEER sind, viel mehr Spaß als ich mir bei einem solch reinen Frauenhaufen je gedacht hätte.

Was kannst du besonders gut?
Im Chaos den Überblick nicht verlieren.

Was gar nicht?
Geräusche orten, dass ich das bimmelnde Telefon finde, bevor der AB anspringt, grenzt jedes Mal an ein Wunder.

Dein Lieblingsessen?
Als Kind war ich extrem picky, mochte eigentlich gar nichts und war entsprechend spargelig. Heute ist es umgekehrt. Ich mag fast alles, ob süß oder herzhaft. Nur rohe Zwiebeln verabscheue ich immer noch. Und liebe Lakritz!

Was gibt es bei Euch am häufigsten zu Essen?
Die drei P – Pasta, Pizza, Pfannkuchen.

Was wolltest Du als Kind werden?
Geheimagentin.

Was magst Du am Leben mit Kindern?
Dass es nie langweilig wird, zu Sinnkrisen keine Zeit bleibt, sie mich ebenso oft zum Lachen bringen wie  in den Wahnsinn treiben und dass ich diese Art von Liebe im meinem Leben nicht missen möchte.

Deine liebsten Kindersprüche?
"Mir ist laaaangweilig."
"Echt, wir hatten Schokolade?" (scheinheilig)
"Ich hab' keine Hausaufgaben auf" oder "Hab'  ich schon gemacht"  (Wahrheitsgehalt stets zweifelhaft)

Häufigster Elternspruch bei Euch?
"Lasst Euch in Ruhe!!!!"
"Gleich"

Dein Lieblingsausflugsziel?
Der Botanische Garten und die Domäne Dahlem. Und die Datschen oder Uckermärkischen Anwesen von Freunden.

Dein Gastrotipp?
Im Gegensatz zu anderen Redaktionsmitgliedern bin ich nicht so oft in der Gastroszene unterwegs  – aber ein Klassiker, vor allem mit einer solch lärmenden Kinderschar wie meiner, ist das I Due Forni in der Schönhauser Allee.

Dein Shoppingtipp?
Das Shoppen um des Shoppens willen ist nicht so mein Ding, aber ich weiß die vielen kleinen netten Läden, die Berlin für einen bereithält, durchaus zu schätzen. Auch wenn zum Bummeln durch die anderen Stadtteile viel zu selten Zeit da ist. So bin ich dann meist doch in meinem Kiez unterwegs. Auf der Suche nach Geburtstagsgeschenken für die Freunde der Kinder wird man eigentlich immer fündig bei Die Schatzinsel, in der Georg Büchner Buchhandlung oder bei der BUCHBOX. Mein persönlicher Lieblingsladen, in dem ich immer was finde, wenn ich Freundinnen, Schwägerin oder mich selbst beschenken möchte – ting.

Das sagen die anderen über Anja:
Ohne Anja würde nichts laufen, vor allem kein technisches Gerät. Das Geniale an Anja ist, dass sie alle die Sachen mag und macht, die sonst keiner leiden mag. Das macht sie neben ihrem liebenswerten Wesen einfach unersetzbar. Auch ist Anja ein medizinisches Wunder. Sie kann trotz vierstündigen Schlafes in der Nacht den Tag ohne schlechte Laune und Wutausbrüche gut überleben und hat immer noch den Überblick. Anja hat die längsten Haare der Redaktion und die grösste politische Bildung von uns. Und die meisten Kinder.