Fossilien suchen im Museumspark Rüdersdorf

Seit über 760 Jahren wird in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut. Dabei wurden immer wieder Fossilien gefunden, unter anderem ein Schwimmsaurier, der jetzt im Berliner Naturkundemuseum hinter Glas zu bewundern ist, allerdings schwimmt er nicht mehr. Hier kann man echte Fossilien selber suchen, eine abenteuerliche Fahrt durch den riesigen Tagebau machen und das weitläufige Gelände entdecken.

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© Udo "Hase" Rehbein unter CC-BY SA 3.0 via wikimedia

Der Museumspark ist ein Entdeckerareal vor den Toren Berlins. Wenn es um Spiel, Spaß und vor allem Abenteuer geht, dann steht der Museumspark bei den jungen Entdeckern und Forschern ganz oben. Da gibt es den Seilscheibenpfeiler von dem man über das ganze Areal schauen kann. Seilscheibenpfeiler? Das sind riesige Bauten, die wie ein römisches Viadukt aussehen. Und wem es dort oben zu hoch ist, der erforscht die Katakomben der Schachtofenbatterie.

Die welteinmaligen Rumford-Öfen erzählen die interessante Geschichte des Kalkbrennens. Wer mag, kann hier eine historische Führung buchen. Bei den geologischen Führungen wiederum geht es in den Tagebau auf Fossiliensuche. Denn der 240 Millionen Jahre alte Kalkstein birgt versteinerte Muscheln und Schnecken in sich. Wem das gemütliche Laufen zu langsam ist, der kann im Museumspark in Rüdersdorf auch Go-Kart fahren. Und die kleinen Kids, die es lieber fürstlich angehen lassen wollen, können sich in einem Bollerwagen durch den Park ziehen lassen.

Wer selber etwas basteln will, der ist im Museumspark auch richtig. Hier können Kinder selber Fossilien herstellen, und wem das noch nicht genug ist, der kann sogar seine eigene Zahnpasta mixen. Also wie auch immer man sich im Museumpark bewegt, auf Schusters Rappen, auf dem Fahrrad, in einem Kanu auf dem Mühlenfließ, im Go-Kart, auf dem Fahrrad oder sogar im Landroter – es wird in jedem Fall ein Abenteuer. Und wer Tiere mag, der macht einfach einen kleinen Abstecher in den Streichelzoo.

Aber auch für Erwachsene wird es nicht langweilig. Seit über 760 Jahren wird in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut – Rohstoff für Zement und viele andere Baustoffe. Der Museumspark Rüdersdorf ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Deutschlands. Wer so müde geworden ist von all den Aktivitäten und es nicht mehr nach Hause schafft, der kann auch in der Jugendherberge im Park übernachten.

Anfahrt ohne Auto: Von Berlin Ostkreuz in einer Stunde mit nur ein mal Umsteigen zu erreichen: Mit der S-Bahn S3 bis Friedrichshagen, dann umsteigen zur nostalgischen Straßenbahn 88 bis zur Haltestelle Rüdersdorf-Heinitzsstraße. Von dort bis zum Parkeingang sind es wenige hundert Meter. Hier zur Karte.

Dieses und viele weitere tolle Ausflugsziele mit Kindern findet ihr unter naturtrip.org. Hier gibt es viele Ausflugstipps, die einfach mit Zug und Bus zu erreichen sind. Probiert es aus und lasst euch von unseren Freizeittipps inspirieren!

Text: Hermann Weiß von naturtrip.org

Bildnachweise:
© Udo "Hase" Rehbein unter CC-BY SA 3.0 via wikimedia
© Stephan Wapenhans/ Museumspark Rüdersdorf

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