Ein gefrorenes Moor und die Vorteile von Winterwanderungen

Für jede Jahreszeit gibt es die passenden Wanderungen. Während man im Sommer eher die Wanderungen mit Badestellen und schönen Picknickplätzen wählt, braucht man bei Winterwanderungen vor allem eins: Die Möglichkeit sich mal kurz aufzuwärmen. Wir nehmen euch mit auf Entdeckungstour im Tegeler Fließtal und zeigen euch, dass Wandern auch im Winter super funktioniert. Und zwar besonders gut ohne Auto.

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© Isabell Eberlein

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© Isabell Eberlein

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© Isabell Eberlein

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© Isabell Eberlein

Auf der 12 km langen Wanderung durch das Tegeler Fließtal wechselt sich die Landschaft unglaublich oft ab. Es gibt weite Felder, kleine Wälder, das großzügige Fließtal, unterschiedlich große Moore und dazwischen schnuckelige Dörfer und jede Menge Pferdeweiden. Jetzt im Winter sieht man gefrorene Moore und kann auf Wiesen problemlos laufen, auf denen man sonst bestimmt knöcheltief im Wasser stehen würde. Natürlich nur, wenn es wirklich gefroren ist. Angst muss man trotzdem keine haben, es gibt überall Wege auf Stelzen.

Die Landschaft ist durch eiszeitliche Einflüsse entstanden und  durch menschliches Handeln zu dem geworden, was sie heute ist. Gelegen am Berliner Mauerweg, schneidet sich der ehemalige Grenzstreifen durch das Fließtal und teilte das Gebiet in Ost und West. Während der Wanderung bewegt man sich also die Hälfte der Zeit auf Berliner und die andere Hälfte auf Brandenburger Terrain.

Los geht die Wanderung am S-Bahnhof Hermsdorf. Die Anbindung an die S1 erlaubt jede Menge Flexibilität. Von dort muss man ein bisschen rechts und links abbiegen bis man auf den Barnimer Dörferweg kommt. Doch alles halb so wild mit dieser Beschreibung auf der Karte oder Route. Sobald man auf dem Barnimer Dörferweg angekommen ist, geht alles wie von selbst. Der Weg ist ideal ausgeschildert. Auch wenn man zu Beginn noch die Wohnblocks des Märkischen Viertels in der Ferne erahnt, ist man gefühlt schon mindestens 100 Kilometer weit weg von Berlin.

Eine Wanderung ideal für Familien
Erstmal kann man die Wanderung sehr gut unterteilen und nur die erste Etappe von Hermsdorf bis Lübars laufen. Von dort fahren regelmäßig Busse zu S-Bahn-Stationen, falls die Kinder überraschenderweise früher erschöpft sind. Dann gibt es sowohl in Lübars, als auch in Glienicke und Hermsdorf jede Menge Möglichkeiten, unterwegs einen Stopp einzulegen und sich aufzuwärmen, zum Beispiel im Dorfkrug in Lübars. Und wenn Schnee liegen sollte, eignet sich die Gegend ideal zum Rodeln und Schlittenfahren.

Anreise: Von allen großen Fernverkehrsbahnhöfen in Berlin braucht man ca. 45 Minuten bis zur S-Bahn-Station Hermsdorf. Die S1 fährt im 10 Minutentakt am Wochenende. Der ideale Nachmittagsausflug fürs Wochenende und super leicht ohne Auto zu erreichen.

Weitere tolle Ausflugstipps mit Kindern findet ihr auf naturtrip.org. Einfach Standort eingeben und schauen welche Ziele am besten von euch mit Bahn, Bus und Fahrrad zu erreichen sind. Ab zum Abenteuerspielplatz, Bio-Bauernhof oder zum Paddelverleih. Probiert es aus.

Text: Isabell Eberlein von naturtrip.org

Jeden Monat versorgt uns naturtrip.org mit tollen Ausflugszielen für Familien, die man von Berlin aus ohne Auto erreichen kann – hier kommt ihr zu allen Empfehlungen von naturtrip.org im HIMBEER Familienmagazin.

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