Berlin – Raus aus der Stadt

Kaum ist das erste grüne Blatt am Baum, erwacht sie wieder – die Landlust. Gerne sind wir Stadtbewohner, schätzen das urbane Leben und doch müssen wir es manchmal hinter uns lassen, um es wieder richtig genießen zu können. Schon ein Tagesausflug oder Kurzurlaub tankt die Frischluftbatterien auf – von Berlin muss man gar nicht weit fahren, um die unterschiedlichsten Naturlandschaften erleben zu können.

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Raus aus der Stadt! © MMchen/ photocase

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Spass am Ostseestrand. © katinker/ photocase

Wildgehege-Glauer-Tal©Landschafts-Förderverein_Nuthe_Nieplitz_Niederung.e.V

© Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

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Spreewald. © spreewald-info.de

Schloss-Gartenansicht©Stiftung_Neuhardenberg

Schloss Neuhardenberg. © Stiftung Schloss Neuhardenberg

Westernstadt-El-Dorado-Templin©Anja-Ihlenfeld

Westernstadt El Dorado Templin. © Anja Ihlenfeld

Tagesausflüge und Kurzurlaube mit Kindern – Schöne Ausflugsziele von Ostsee bis Oderbruch
Ob man sich Meeresluft um die Nase wehen lassen, im Spreewald oder auf der Müritz herumschippern, auf dem Oderdeich radfahren oder die Hinterlassenschaften des Tagebaus bestaunen möchte, rund um Berlin bieten sich viele Ziele für einen Familienausflug. Ein paar Anregungen haben wir hier für euch zusammengetragen – von actionreich bis erholsam.

 

Ostsee – Von Kaiserbädern bis Darßer Urwald
Für einen Tagesausflug ist dann doch zu weit, aber warum nicht mal für ein Wochenenende an die Ostsee? Ob Usedom, Rügen, Hiddensee, der Darß oder ein Ausflug nach Stralsund, wo es im Ozeaneum selbst bei schlechtem Wetter eine Menge zu erleben gibt – es lohnt sich, auch mal kurzentschlossen, die Stadt Richtung Küste zu verlassen.

Mit dem Ostseeticket der Bahn sind die meisten Küstenorte auch ohne Auto bezahlbar und in weniger als vier Stunden Zugfahrt zu erreichen. Und steht man erst in einem der Usedomer Kaiserbäder am Strand und schnuppert ordentlich Seeluft mit Ausblick auf Seebrücke und Bäderarchitektur, ist das eh unbezahlbar. Es braucht keine besonderen Events, um eine gute Zeit auf Usedom zu haben – breiter Sandstrand, viele Sonnenstunden und etliche auf Kinder eingestellte Unterkünfte machen die Insel zu einem ausgesprochen familienfreundlichen Ziel. Das auch mit etlichen Veranstaltungen für Kinder aufwarten kann.

Vom 19.-21. April 2014 findet z.B. das Spielefest am Heringsdorfer Fischerstrand statt – dabei können zahlreiche Spieleneuheiten ausprobiert und u.a Bekanntschaft mit dem „Winkingerkegeln“ Mölkky gemacht werden. Ein besonders schönes Erlebnis sind die Osterfeuer am Strand, allerdings ist die Insel in den Osterferien recht gut besucht.

So sehr wir die Inseln schätzen, unser Ostseefavorit bleibt Fischland-Darß. Das auf der Halbinsel gelegene Seebad Ahrenshoop ist nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit als Künstlerkolonie mit einem der ältesten Künstlerhäuser Deutschlands, einer der ältesten Galerien und dem im August 2013 neu eröffneten Kunstmuseum  für Kulturinteressierte ein lohnendes Ziel.

Der malerische Ort bietet von Strand bis Eisdiele alles, was für Kinder zu einem gelungenen Ostseeurlaub dazugehört. Erlebenswert ist auch die Klanggalerie „Das Ohr“. Der Berliner Komponist und Musiker Lutz Gerlach entwarf ein Haus, dessen Grundriss der Form eines Ohres entspricht. Besucher des „Ohrs“ können in einer Klang-Licht-Installation, dem Gehörgang, Musik audio-visuell erleben.

Der weiter nördlich gelegene Darßer Urwald gehört schon zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist für motorisierten Verkehr gesperrt. Daher sind auch die Strände dort nur zu Fuß, Pferd oder Fahrrad zu erreichen und dementsprechend weniger überlaufen. Überhaupt ist der Darß eine wunderbare Gegend zum Radfahren oder Wandern. Ein Wanderweg führt am Weststrand entlang und ein Rundwanderweg zum Teil auf Holzbohlen über Kiefernwald, Schilfgebiete und durch die Dünen bis zum Leuchtturm Darßer Ort mit dem Informationszentrum Natureum des Nationalparks.

 

Mecklenburgische Seenplatte – Von Müritzeum bis Museum für Magie und Hexenverfolgung
Das Land der Tausend Seen bietet eine Vielzahl an Aktivurlaubsmöglichkeiten – ein El Dorado für Radfahrer und Kanuten! So zahlreich sind die Gewässer der Mecklenburger Seenplatte, dass die Entscheidung schwer fällt, an welche Ecke man reisen möchte. Die perfekte Lösung: Hausbooturlaub. Ein Charterschein und eine mindestens dreistündige Einführung genügen, um mitsamt seiner Unterkunft herumtuckern zu dürfen.

Die Müritz (abgeleitet vom slawischen morcze = kleines Meer) ist ein See innerhalb der Mecklenburger Seenplatte und der größte vollständig innerhalb Deutschland gelegene. Das NaturErlebnisZentum Müritzeum in Waren am Nordufer des Sees weiß nicht nur mit seiner Architektur zu beeindrucken, auch die Erlebnisausstellung im Inneren, in der u.a. ein ganzer Flusslauf aufgebaut ist, Modellboote über eine Nachbildung der Müritz gesteuert werden können und Deutschlands größtes Aquarium für heimische Süßwasserfische untergebracht ist, birgt faszinierende Einblicke in die Natur der Region.

Am Ostufer liegt der Müritz-Nationalpark mit seiner urwüchsigen Landschaft – glitzernden Seen, verwunschenen Mooren und weitläufigen Wäldern, die zum Wandern einladen. Durch die zum UNESCO Weltnaturerbe zählenden Buchenwälder Serrahns im Ostteil führt ein abwechslungsreicher, ca. vier Kilometer langer Wald-Erlebnis-Pfad.

Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, kann im Freilichtmuseum Agroneum Alt Schwerin durch eine nahezu vollständig erhaltene Gutsanlage mit Herrenhaus, Stallanlagen, Dorfschmiede, Holländerwindmühle, Sägegatter, Seilerei und Feldbahn spazieren. Schloss Güstrow, ein Renaissanceschloss mit einem südländischen Charme, den man hier im Norden eher nicht erwartet, beherbergt eine der bedeutendsten Mittelaltersammlungen Norddeutschlands – in den Kellergewölben lassen sich herzogliche Prunk- und Jagdwaffen besichtigen, während man in den Wohn- und Empfangsräumen des Schlosses einen Eindruck vom höfischen Leben bekommt.

Einen anderen Blick auf das 16. und 17. Jahrhundert gewinnt man beim Besuch der Burg Penzlin, in der das Museum für Alltagsmagie und Hexenverfolgung untergebracht ist und mit seinen unterirdischen Verliesen von den grausamen Hexenverfolgungen zeugt.

 

Uckermark – Von Weltnaturerbe bis Westernstadt
Auch die Uckermark ist ein Paradies für Paddler, Wanderer und Radfahrer – ein gut ausgebautes Wegenetz führt durch ihre idyllische Landschaften. Gleich drei verschiedene Nationale Naturlandschaften findet man in der Uckermark – das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem ebenfalls zum UNESCO Weltnaturerbe zählenden Buchenwald Grumsin, den Nationalpark Unteres Odertal, Deutschlands einzigen Auennationalpark, und den Naturpark Uckermärkische Seen.

Inmitten dieser Naturwunder kann man das Stadtleben weit hinter sich lassen – wenn man sich für ein paar Tage auf einen ganz anderen Rhythmus einlassen möchte, kann man die Uckermark auch im Pferdewagen oder bei einer geführten Packeseltour erkunden.

Einen bleibenden Eindruck hinterlässt eine Draisinenfahrt, die Saison der Erlebnisbahnstrecken Zossen-Mellensee und Templin-Fürstenberg startet wieder im April.

In Groß Fredenwalde kann man sich auf einen kulinarischen Erlebnisweg begeben, der einen zu steinzeitlichen Begräbnisstätten, einem alten slawischen Burgwall sowie zu einer Feld-, Wald und Wiesenschule führt, und auf dem man sich einen Uckermärkischen Picknickkorb mit regionalen Spezialitäten an einen vereinbarten Treffpunkt liefern lassen kann.

Ein beeindruckendes technisches Bauwerk lässt sich am Finowkanal besichtigen – das Schiffshebewerk Niederfinow ist Europas größter Schiff-Fahrstuhl, der 36 Meter Höhenunterschied überwindet. Nicht nur zum Oster-Kloster-Fest (19.-21. April 2014) lohnt sich die Fahrt zum Kloster Chorin, in dessen mittelalterlicher Kulisse auch Kindergeburtstage gefeiert werden können.

Die Blumberger Mühle ist das multimediale Erlebniszentrum im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und mit Kindern ein lohnenswertes Ausflugsziel. Das Informationszentrum ist einem hohlen Baumstumpf nachempfunden. Auf dem Außengelände mit Teichen, Wiesen und Schilfwald führen schwankende Pfade durchs Moor. Seltene Vögel wie Schrei- und Fischadler, Schwarzstorch und Kranich können aus gut getarnten Aussichtstürmen beobachtet werden. Besonders spannend für Kinder ist die große Spiellandschaft mit Wasserquelle und Irrgarten.

Nicht weniger spannend für Kinder ist die Westernstadt El Dorado Templin – am 16. April ist Saisonstart für die Westernstuntshows, Fahrten mit der Postkutsche, Goldsuche, Bogenschießen, Hufeisenwerfen und Schlemmen im Saloon. Der Westernpark bietet auch Übernachtungen im Hotel, Fort oder Tipi an und so kann man am nächsten Tag die weitere Umgebung erkunden und z.B. einen Abstecher in die Naturtherme Templin machen, die nicht nur einen wunderbaren Wellnessbereich, sondern von Kleinkindbereich über Wellenbecken bis zu zwei großen Erlebnisrutschen auch alles bietet, was sich der Nachwuchs wünscht. Auf dass alle tiefenentspannt wieder in die Großstadt zurückkehren.

 

Havelland – Von Ribbecks Birnenbaum bis Optikpark
Hört man Havelland, denkt man unwillkürlich an Fontane und Ribbecks Birnenbaum und tatsächlich steht in dem liebevoll sanierten Ort auch heute noch ein Birnbaum am angestammten Platz, allerdings nicht mehr der originale, der 1911 einem Sturm zu Opfer fiel. Das Schloss Ribbeck ist heute Museum, Veranstaltungsort für Konzerte oder Lesungen und Ausgangspunkt für die Erkundung der Region – im Schloss befindet sich auch eine Tourismusinformation.

Für die Kleinen gibt es in Ribbeck u.a. einen Kinderbauernhof, ein Maislabyrinth und einen wunderbaren Barfußpfad. Doch im Havelland gibt es nicht nur idyllische Landschaften zu erleben, hier wurde auch Luftfahrtgeschichte geschrieben: 1891 bis 1896 führte Otto Lilienthal auf dem Gollenberg in Stölln seine Flugversuche durch. Heute erwartet hier ein Museum besonderer Art seine Besucher mit der Ausstellung „Unterwegs mit der Interflug“: ein ausgemustertes Passagierflugzeug. Über das Leben Otto Lilienthals, die ersten Versuche des deutschen Flugpioniers sowie die Entwicklung des Flugwesens kann man sich vor Ort im Lilienthal-Centrum Stölln informieren. Ein Gedenkstein erinnert an die Unglücksstelle, an der Lilienthal im Jahr 1896 abstürzte und an den Folgen verstarb.

Das havelländische Rathenow gilt als „Stadt der Optik“ und Wiege der optischen Industrie – hier entwickelte 1801 Johann Heinrich August Duncker die erste Vielspindelschleifmaschine zur Herstellung von Brillengläsern. Im Optik Industrie Museum Rathenow wird der Aufbau des menschlichen Auges genau unter die Lupe genommen und wer immer mal genau verstehen wollte, wie Kameras, Ferngläser oder Mikroskope funktionieren, ist hier am richtigen Ort.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der Optikpark Rathenow. Der Themen- und Erholungspark wird allerdings Schauplatz der Bundesgartenschau 2015 im Havelland und ist daher dieses Jahr nur eingeschränkt zu besuchen. Eine schöne Art, das Havelland zu erkunden und dabei Naturerlebnis und Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden, bietet der Havelradweg. In Wannsee kann man in die Route einsteigen, die von den Havelquellen in der Mecklenburgischen Seenplatte bis zur Mündung in die Elbe führt.

 

Fläming – Von Skaterparadies bis Kunstwanderweg
Am 3. Mai heißt es: Auf die Strecke, fertig, los! Der Fläming-Skate ist das Nonplusultra für alle, die gerne mit Skates, Rad, Skate-Board, Stepperbikern und Co unterwegs sind, und startet 2014 in seine zehnte Saison – im Juli wird das Jubiläum auch gebührend gefeiert. Fernab von Straßenverkehr verläuft der ca. 230 Kilometer lange Rundweg durch Wälder, Wiesen und Felder.

Die zwei bis drei Meter breite Bahn aus superglatten Asphalt führt vorbei an idyllischen Ortschaften im Niederen Fläming und Baruther Urstromtal. Nicht nur Profis sind auf der Strecke willkommen, die gut mit Unterkünften und Gaststätten ausgestattet ist, sie bietet auch gut für Einsteiger geeignete Abschnitte.

Nur 20 Kilometer südlich von Berlin findet man im Naturpark Nuthe-Nieplitz eine artenreiche Naturlandschaft vor – In den Feuchtwiesen und Bruchwäldern brüten viele Vogelarten. Sehenswert: Im Frühjahr und Herbst rasten hier zehntausende Gänse und Kraniche. Im Süden des Naturparks dann der Kontrast: Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog ist ein einzigartiges Wildnisgebiet aus Dünenlandschaften, Heiden und Wäldern entstanden.

Auch das Wildgehege Glauer Tal am Eingang zum Naturpark hat eine Vergangenheit als Truppenübungsplatz und wird seit dem Abzug der Truppen von der Natur zurückerobert. In dem 160 Hektar großen Freigehege kann Rot-, Dam- und Muffelwild im Freigehege unter naturnahen Bedingungen beobachtet werden, Bollerwagen und Ferngläser kann man vor Ort ausleihen. Am NaturParkZentrum, das direkt am Wildgehege liegt, gibt es seit letztem Sommer die Außenausstellung „Glauer Felder“, die mit Erlebnisstationen die Landschaften des Naturparks im Kleinen nachbildet.

Aber nicht nur wildes Tierleben lässt sich in der Region bewundern – am 4. Mai laden bei den Offenen Höfen in der Nuthe-Nieplitz-Region  von Imkerei bis Galloway-Zucht verschiedene Landwirtschaftsbetriebe zur Besichtigung ein.

Im Naturpark Hoher Fläming gelegen, verbindet der von Skulpturen gesäumte Kunstwanderweg die Bahnhöfe Bad Belzig und Wiesenburg/Mark. Eine feine Einrichtung ist der Rufbus: Besucher des Kunstwanderweges, die nicht die gesamte Strecke laufen möchten, können am Wochenende auf Bestellung an einer von zehn Haltestellen in den Bus steigen.

 

Spreewald – Von Ostereierwerkstatt bis Slawenburg
Spreewaldgurken, Meerettich und Kahnfahrten duch die unzähligen Fließe und Kanäle sind das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an den Spreewald denkt und natürlich gehört all das auch untrennbar zu einem Besuch in dem 475 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat Spreewald dazu, aber neben einer in Mitteleuropa einzigartigen Landschaft lässt sich hier noch viel mehr entdecken. Die Besucherzentren in Burg, Lübbenau und Schlepzig halten Informationsmaterial zu den Sehenswürdigkeiten und möglichen Unternehmungen bereit.

Gleich zwei Wassererlebniswelten bieten nicht nur bei trübem Wetter Erholung  und Spaß – die Spreewaldtherme in Burg mit angeschlossenem Hotel steht im Zeichen der Entspannung, während das Spreewelten Bad in Lübbenau mit seinem wörtlich zu nehmenden Slogan „Schwimmen mit Pinguinen“ mehr Anziehungskraft vor allem auf jüngere Kinder hat.

Mehr über die Geschichte der Region erfährt man hingegen im Spreewaldmuseum Lübbenau und im Stadt- und Regionalmuseum im Schloss Lübben. Am eindrucksvollsten ist aber das Freilandmuseum Lehde – das älteste Freillichtmuseum Brandenburgs bietet einen lebhaften Eindruck in die Lebensweise der sorbischen/wendischen und deutschen Spreewaldbewohner vor über 100 Jahren.

Aus verschiedenen Regionen des Spreewaldes wurden alte Hofanlagen zusammengetragen und im Museum wieder aufgebaut. Zu Ostern ist ein Besuch besonders empfehlenswert, wenn man die tradtionellen sorbischen Ostereierverzierungen so hübsch findet wie wir. Vom 18.-21. April findet man im Freilandmuseum Lehde einen kleinen Frühlingsmarkt vor, bei dem man sich u.a. selbst an den sorbischen Verzierungen versuchen oder wenigstens ein paar hübsche Exemplare für den heimischen Osterstrauch erwerben kann. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zu „waleien“ und andere kuriose Ertüchtigungen gegen den Winterspeck. Unter blühenden Apfelbäumen werden Märchen vom Frühling erzählt.

Auch die Slawenburg Raddusch ist im Frühling Schauplatz eines Familienfestes: Am 1. Mai wird unter dem Titel „BronzeZeitGeist“ auf die Zeit von vor 3.000 Jahren neugierig gemacht. Bronzegießen und Bronzeschmieden, Bearbeitung von Knochen, Horn und Geweih, Töpfern, Fell- und Lederverarbeitung, Bogenbau und Bogenschießen, Glasperlenherstellung, gemeinsames bronzezeitliches Kochen und Verkosten uvm. wird präsentiert und zum Mitmachen angeboten. Zur Burg gehört ein weitläufiges Außengelände, dort können Besucher auf einem ca. 600 m langen Steg Zeitabschnitte Niederlausitzer Kulturen vom Ende der letzten Eiszeit bis heute „erlaufen“.

 

Oderbruch – Von historischer Spielelandschaft bis Neuhardenberger Luftnummern
Der Oder-Neiße-Radweg, der direkt auf dem Oderdeich entlangführt, hat sich nicht ohne Grund zu einem der beliebtesten Deutschlands entwickelt – die streckenweise menschenleere Gegend ist ein Naturparadies.

Eine der Attraktionen des Oderbruchs ist das Freilichtmuseum Altranft  – dort heißt es ab dem 4. April „Komm, spiel mit...“, wenn eine historische Spielelandschaft auf dem Berg-Schmidt-Hof zeigt, wie früher gespielt wurde: Klimpern, Fünferloch und Müde-matt – viele Kinderspiele von früher sind heute kaum mehr bekannt. Im Mittelpunkt stehen die Spiele der Kinder der einfachen Bevölkerungsschichten: vom Reifentreiben über das Andotzen mit Murmeln bis zum Grazienspiel, einem Werf-und-Fang-Spiel für zwei Mädchen mit Reifen und gedrechselten Stöcken. Im ganzen Freilichtmuseum finden viele weitere museumspädagogische Angebote statt.

Es vermittelt seinen Besuchern aber nicht nur die Geschichte des östlichen Brandenburgs und macht sie mit den Gebäuden, Ausstellungen und Vorführungen erlebbar, sondern möchte auch die sehenswerte Landschaft des Oderbruch und des Barnimer Höhenzuges zeigen. Bei einer Fahrt mit der Kulturkutsche können sie die Landschaft genießen, sich über Land und Leute, Vergangenheit und Gegenwart erzählen  lassen.

Das Schloss Neuhardenberg dürfte literarisch, gesellschaftspolitisch, musikalisch interessierten Zeitgenossen vertraut sein, findet in dem z.T. von Schinkel erbauten Schloss doch ein stets erlesenes Programm mit Lesungen, Konzerten, Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen statt. Auch als Hotel können wir es aus eigener Erfahrung empfehlen! Boris Aljinovic kannten wir neben seiner Berliner Tatort-Kommissar-Rolle bislang nur als Theaterschauspieler und Sprecher diverser Kinderhörspiele. Dass er auch ein begnadeter Zeichner ist, blieb uns bislang verborgen, um so gespannter sind wir auf die Ausstellung des einstigen Comiczeichners (6. April-17. August 2014). Ein Highlight ist auch die Neuhardenberg-Nacht „Luftnummern“ am 17. Mai – bei freiem Eintritt lädt die Stiftung zu einem hinreißenden Frühjahrsabend in den Schlosspark ein. Auf dem Programm stehen zahlreiche musikalische und theatralische Interventionen zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Schwebend leichtes Spiel, Tanz, bewegende Musik und mitreißende Rhythmen, Akrobatik, Licht und Feuer schaffen wie auch in den vorangegangenen Jahren im Schlosspark eine unverwechselbare Atmosphäre.

Weitere Infos:
Ostsee: www.deutscheostseekueste.de
Brandenburg: www.reiseland-brandenburg.de
Mecklenburgische Seenplatte: www.mecklenburgische-seenplatte.de

In allen Regionen gibt es die Möglichkeit, gut und günstig in Jugendherbergen unterzukommen: www.jugendherberge.de

Jede Menge weitere Tipps für Tagesausflüge ins Berliner Umland, Ausflugsziele für Kinder und Familien in Brandenburg und natürlich für Unternehmungen in Berlin findet ihr im Familienguide BERLIN MIT KIND

2 Kommentare

  1. Eine tolle Zusammenstellung habt ihr da erarbeitet! Ganz toll für Kinder und noch nicht so überlaufen ist übrigens das 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel in Mirow mit interaktiver Ausstellung, Inselführungen und Schatzsuchen.

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