Anbaden und Baumwipfelwandern auf Rügen

Der Sommer nimmt gerade Anlauf: Die Erdbeeren sind reif, Winterschuhe endlich im Schrank verschwunden, die Linden duften, jetzt heißt es: Anbaden! Doro hat mit drei Kindern traumhafte Tage an der Ostsee auf Rügen verbracht ...

Rügen mit Kindern | HIMBEER Magazin

Rügen in den Pfingstferien © Dorothea Böttcher

Pfingstferien, es ist soweit! Pünktlich sind wir alle zur Abfahrt bereit. Wir freuen uns riesig auf die Tage am Meer, die Stimmung könnte nicht besser sein.

Hin kommen wir vier wirklich günstig mit dem Ostsee-Ticket der Deutschen Bahn. Auch wenn das sehr praktisch ist und der Zug durch die schöne Mecklenburgische Landschaft fährt, braucht man etwas Geduld, denn er hält gefühlt in jedem noch so kleinen Örtchen. Während ich eigentlich genug Lesestoff eingepackt habe, wird die Fahrt für die Kinder dann irgendwann doch sehr lang und dadurch steigt die Vorfreude immer mehr: Endlich aussteigen und Seeluft schnuppern! Der Moment ist dann genauso schön, wie wir es uns schon in der Bahn erhofft hatten ...

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Für die Tage übernachten wir im Dünenpark Binz in einer schönen Ferienwohnung. Nachdem wir die Unterkunft erkundet und unsere Koffer abgestellt haben, geht es direkt ans Meer. Na klar! Das ist der Moment, den ich an der Ostsee am meisten liebe: Man durchquert ein Stück Wald, sieht schon das Wasser durch die Bäume glitzern und dann – Tada! – öffnet sich der Wald und da ist es, das blaue Meer mit weißem, endlosen Sandstrand. Im Nu sind die Kinder im Wasser. So schnell geht das Anbaden. Ich sinke in den Strandkorb und blinzele in die Sonne – herrlich!

Rügen mit Kindern | HIMBEER Magazin

Neben dem Relaxen und Spielen am Strand haben wir auch noch tolle Ausflüge auf dem Programm. Schon am zweiten Tag geht es in den Nationalpark Jasmund. Hier wandern wir durch die wunderschönen alten Buchenwälder entlang der berühmten Kreidefelsen und erfahren im Nationalparkzentrum Königsstuhl noch einige spannende Fakten zu der atemberaubenden Landschaft.

Wusstet ihr, warum einer der mächtigen Felsen Königsstuhl heißt? Jene jungen Männer aus Rügen, die König werden wollten, mussten den glitschigen, bröckeligen Kalkfelsen vom Meer aus erklimmen. König wurde, wer überlebte und als Erster oben ankam. Oder woher der Begriff "Buchstabe" kommt? Einst war die Buche der in Europa meist verbreitete Baum und die Menschen ritzten ihre Schriftzeichen in Stäbe aus Buchenholz.

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Nach einem spannenden Tag im Nationalpark machen wir uns auf den Rückweg. Da! Was war das? Wir hören plötzlich ein ulkiges Glucksen aus einem Teich und dann entdecken wir sie, die riesige Unke! Den Abend lassen wir ganz in Ruhe am Meer ausklingen ...

Am nächsten Tag machen wir uns auf zu einem weiteren Natur-Abenteuer: nämlich in die Baumwipfel der Insel im Naturerbe Zentrum Rügen. Zuvor waren uns die vielen Radfahrer auf der Insel aufgefallen und da unser nächstes Ziel in einer für das Fahrrad guten Entfernung lag, mieten wir uns kurzerhand und ganz problemlos fahrbare Untersätze. Die Radwege sind super ausgeschildert und führen durch den schönsten Wald. Wir vier sind höchst vergnügt beim Radeln!

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Im Naturerbe Zentrum besteigen wir den Baumwipfelpfad. Wahnsinn, wie hoch so eine Buche werden kann! Auf dem Pfad gibt es immer wieder Stationen für Kinder, an denen sie anhand liebevoll gestalteter Spiele Informationen über den Wald sammeln können. Dazwischen stoßen wir auf abenteuerliche Balance-Spiele, unter den Füßen hängt dabei nur ein durchsichtiges Drahtnetz … Aah, das ist nichts für mich, aber die Kinder finden es toll! Höhepunkt ist der einem Adlerhorst nachempfundene Aussichtsturm. 40 Meter ist er hoch und überragt die Wipfel. Von hier haben wir einen traumhaften Blick über die Insel. Mit etwas Glück sieht man sogar Seeadler.

Rügen mit Kindern | HIMBEER Magazin

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Wieder mit echtem Boden unter den Füßen sitzen wir auf der Terrasse des Bistros und stärken uns für weitere Abenteuer. Einen Besuch der Ausstellung des Naturerbe Zentrums haben wir uns für heute noch vorgenommen. Anhand schöner Spiele und Aktionen, wird Kindern und Eltern hier spannend die Flora und Fauna der Gegend erklärt.

Der vom Turm aus erspähte vier Kilometer lange Gebäudekomplex von Prora hat uns neugierig gemacht. Und da unser Rückweg direkt daran vorbei führt, beschließen wir, uns die Häuser aus der Nähe anzuschauen. Ein bisschen gruseln wir uns hier an dem einsamen Strand von Prora und angesichts der massiven Architektur aus der Vergangenheit.

Voller Eindrücke radeln wir zum Ferienpark zurück – heute schlafen wir bestimmt tief und fest, so viel haben wir erlebt und gesehen. Morgen geht es schon wieder zurück nach Berlin. Wir wären alle gern länger geblieben und sind uns absolut einig: Rügen ist eine Reise wert! Oder auch zwei, drei ...

 

Text und Fotos: Dorothea Boettcher

Der Urlaub auf Rügen wurde ermöglicht vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Schaut auch mal auf der Kinderseite des TMV www.spielstrand.de vorbei! Hier findet ihr einen Erlebniskalender mit tollem Gewinnspiel. Monatlich können Familien dort eine Reise gewinnen.

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