Sankt Martin war ein guter Mann...

Rabimmel Rabammel Rabumm....die Laternenzeit hat begonnen. Wer war eigentlich Sankt Martin und was ist eine Martinsgans? Habt ihr schon eine Laterne und die passenden Liedtexte für den Laternenumzug?

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Der heilige Sankt Martin teilt seinen Mantel. Foto©Carus Verlag

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Martinsgans als Laterne

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Der Weckmann mit Pfeife. Foto©Micha L. Rieser

Doeppekooche-Chefkoch

Rheinischer Döppekooche Foto©Chefkoch

Rezepte fuer Kinder

Hmmm....lecker Bratapfel. Foto©Kochtopf

Credit-H-Rusman-Flickr

Die Martinsgans....muss sie wirklich in den Ofen? Foto©H.Rusman

Am 11. November ist Martinstag. Wer war denn eigentlich der heilige Sankt Martin? Der Mann, dessen am Martinstag gedacht wird ist der heilige Martin von Tours. Er lebte um 316 nach Christi Geburt. Als Soldat im Dienste des römischen Kaisers kämpfte er in vielen Schlachten, doch schon bald hatte er keine Lust mehr auf Mord und Totschlag und verschrieb sich ganz dem christlichen Glauben. Er lebte als asketischer Mönch und wurde 372 zum Bischof von Tours geweiht. Der Erzählung nach empfand er sich des Amtes unwürdig und versteckte sich im Gänsestall. Die aufgeregt schnatternden Gänse verrieten jedoch sein Versteck und so musste er das Bischofsamt annehmen. Daher kommt der Begriff "Martinsgans".

Jedenfalls war Martin wirklich ein "guter Mann", der sich für die Armen und Verfolgten einsetzte und viel Gutes tat. Die wohl bekannteste gute Tat ist das Teilen seines Mantels mit einem armen Bettler im kalten Winter. Der Legende nach geschah dies um 334 als Martin noch in der kaiserlichen Garde diente. Vor dem Stadttor von Amiens (Stadt in Nordfrankreich) begegnete Martin einem armen Bettler und erbarmte sich seiner. Mit seinem Schwert teilte er seinen mit Schafsfell gefütterten Militärmantel, denn außer jenem und seinen Waffen trug er nichts bei sich, und gab eine Hälfte dem armen Mann.

Dieser guten Tat gedenken Menschen in vielen Regionen in ganz Europa jedes Jahr am 11. November in Form von Laternenumzügen, Martinssingen oder der Zubereitung bestimmter Speisen.

Seid ihr schon textsicher für den Laternenumzug? Falls nicht, findet ihr hier die bekanntesten Lieder zu Sankt Martin zum Ausdrucken. Wer noch eine Laterne braucht, kann sich mit Hilfe der bekannten Luftballon-bekleben-Methode eine Martinsgans basteln. Im Rheinland kocht man zu Sankt Martin den sogenannten "Döppekooche" (Topfkuchen), hier das Rezept:

für 4 Personen: 1250 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 200 g Mettwurst, 6 EL Öl, 150 g Dörrfleisch

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, reiben, auf ein Sieb geben, abtropfen lassen.
Zwiebel schälen, reiben, mit Salz und Pfeffer würzen - das Ei unterrühren. Die Mettwurst in Stücke zupfen und untermengen. Öl in einem Bräter erhitzen, Kartoffelmasse einfüllen, glatt streichen, Deckel auflegen.
Bei 210°C im Backofen 30 min backen.
Dann das Dörrfleisch in dünne Scheiben auf den Schalet legen und ohne Deckel noch 45 min backen- bis Oberfläche knusprig braun ist.
Heiß mit Apfelkompott servieren.

Ein weiterer Klassiker zu Sankt Martin ist der "Weckmann", der entweder aus Hefeteig oder aus einem Quark-Öl Teig gemacht wird. Auch sehr lecker nicht nur an Sankt Martin sondern auch ein schönes Rezept für die Adventszeit ist der Bratapfel. Und wenn es denn unbedingt sein muss, dann kann man zu Sankt Martin auch eine Gans in den Ofen schieben.

1 Kommentar

  1. Naja.... der Typ war stinkreich (warum gibt er einem Armen dann nur einen HALBEN Mantel???) und hielt sich selbst 20.000 Sklaven. Zudem vernichtete er Altäre und heilige Eichen der "Heiden" - ob man so einen Typen als "guten Mann" bezeichnen kann, ist für mich nicht fragwürdig - sondern fraglos VERLOGEN!

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