Schauriges Halloween

Kleine und große Gruselgestalten ziehen durch die Straßen, die Häuser sind schaurig geschmückt und hin und wieder leuchtet einem eine helle Kürbisfratze entgegen. Es ist wieder Halloween. Wir haben mal ein bisschen nachgeforscht, was es mit diesem beliebtem Fest auf sich hat.

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© claudiarndt / photocase.de

In der Nacht vom 31. Oktober zum 01. November wimmelt es wieder von Hexen, Zauberern, Vampiren und anderen Gestalten in den Straßen. Mit Kostüm und einem Beutel bewaffnet gehen viele Kinder von Tür zu Tür, um Süßigkeiten zu ergattern. Anklopfen, warten bis die Tür geöffnet wird und einen Spruch, ein Gedicht oder sogar ein Lied vortragen. Im besten Fall bekommt man anschließend etwas Süßes geschenkt. Wenn nicht, dann darf man laut Brauch einen harmlosen Streich spielen.

Doch woher kommt dieser Brauch ?
Wahrscheinlich stammt der Brauch von den alten Kelten, welche in Irland, Schottland und Teilen Europas gelebt haben. Sie kannten genau zwei Jahreszeiten: den Sommer und den Winter. Der Sommer war für sie die Zeit des Lebens, während der Winter die Zeit des Todes war. Somit wurde der letzte Sommerabend gefeiert, indem die Kelten Essen zubereiteten und zu Ehren ihrer Vorfahren aßen.

Im Laufe der Zeit änderte sich dieser Brauch. Die letzte Nacht im Oktober wurde ängstlich erwartet, da man glaubte, in dieser Nacht sei man dem Tod besonders nah. Sie glaubten, der Tod würde in dieser Nacht kommen und die Menschen mit in sein Reich nehmen. Vor diesem Gedanken fürchteten sich die Nachfahren der Kelten und versuchten, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen: sie verkleideten sich als bereits Verstorbene, um so verschont zu bleiben. Ergänzend dazu legten sie vor ihre Türen Gaben, die die Geister dieser Nacht besänftigen sollten.

Heutzutage
Richtig berühmt ist Halloween allerdings erst geworden, nachdem die Amerikaner die Traditionen zu einem großen und fröhlich-schaurigen Fest gemacht haben. Da damals viele Menschen aus Irland nach Amerika ausgewandert sind und dort Halloween feierten, nahmen die Amerikaner diese Tradition schnell in ihre Kultur mit auf und machten sie zu dem pompösen Halloween, das wir heutzutage alle kennen.

Gruselige Kostüme , Süßigkeiten und viele aufwendig geschmückte Häuser: So ist das Fest dann in den 80er Jahren auch nach Deutschland gekommen und hat vor allem Kinder und Jugendliche begeistert.

Der Name Halloween
Der Name selbst kommt aus dem Englischen. Am ersten November feiern Katholiken das Fest "All hallows", was so viel heißt wie "Fest Aller Heiligen". Der Abend vor diesem Fest wäre somit der "Allerheiligenabend", in Englisch "All hallows evening". Daraus wurde dann einfach das Wort Halloween abgeleitet.

Die ausgehöhlten Kürbisse
Um zu erkären, warum man in Kürbisse lustige Fratzen schnitzt, bedarf es der irischen Legende Namens Jack O´ Lantern – oder auch Jack mit seiner Laterne, die wir euch kurz zusammengefasst haben:

Jack war ein Hufschmied in Irland. Er war jedoch kein guter Mensch, da er sehr geizig war und andere Leute um ihr Hab und Gut betrog. Am Abend des 31. Oktobers saß Jack wie immer in einem Pub an der Theke und trank. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass der Teufel plötzlich neben ihm auftauchen würde, um ihn mit in das Reich der Toten zu nehmen. Doch Jack hatte eine rettenden Idee. Er bat den Teufel ein letztes Bier trinken zu dürfen, bevor er mit dem Teufel mitkommen würde. Da Jack kein Geld hatte, verwandelte sich der Teufel schnell in eine Münze, damit Jack das Bier beim Wirt bezahlen konnte. Doch bevor der Teufel sich wieder zurück verwandeln konnte, stecke Jack den Teufel in Münzgestalt in einen Beutel, in dem auch ein silbernes Kreuz lag. Der Teufel konnte sich nicht zurückverwandeln und versprach, Jack ganze sieben Jahre in Ruhe zu lassen, wenn er ihn wieder frei lässt.

Wieder am 31. Oktober, sieben Jahre späte, erinnerte sich der Teufel an die List von Jack und schwor sich, ihn an diesem Abend zu holen. Er entdeckte Jack und wollte ihn mit sich nehmen. Auch dieses Mal versuchte Jack den Teufel zu überlisten und fragte diesen, ob er noch ein letztes Mal einen Apfel essen darf. Der Teufel bejahte und pflückte ihm einen der Äpfel von einem Apfelbaum, der nur ein paar Schritte entfernt stand. Schnell ritze Jack ein Kreuz in den Baumstamm, damit der Teufel nicht wieder hinunter klettern konnte. Er nahm dem Teufel das Versprechen ab, dass er ihn bis in alle Ewigkeit nicht mit in sein Totenreich nehmen würde.

Als Jack im hohen Alter starb, freute er sich auf das Paradies, doch da er Zeit seines Lebens ein schlechter Mensch war, bekam er keinen Zutritt vor den Himmelstoren und wurde zum Teufel in die Unterwelt geschickt. Der Teufel erkannte Jack und erinnerte ihn an das Versprechen und schickte ihn fort, so dass Jack für alle Ewigkeit in der Dunkelheit umherwandern muss. Da der Teufel ein wenig Mitleid hatte, warf er ihm ein glühendes Kohlestück hinterher, welches Jack in eine ausgehölte Rübe legte. Mit dieser leuchenden Rübenlaterne wandelt der arme Jack O´Lantern der Legende nach durch die ewige Dunkelheit.

Warum kennen wir jedoch nur ausgehölte Kürbisse?
Die Antwort ist recht leicht. Steckrüben, wie es sie in Irland gegeben hat, waren in Amerika nicht verbreitet. Doch Kürbisse wuchsen dort zu Hauf. So entstand die Kürbislaterne.

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