Aus der Region: Wikana

Kekse, Kekse, Kekse! Aus guten Zutaten müssen sie sein und nicht zu süß, dann wird das Krümeln zum Vergnügen. Das Traditionswerk von Wikana in Lutherstadt Wittenberg stellt Bio-Backwerk her, das man von morgens bis abends naschen möchte. HIMBEER hat für denn’s Biomarkt Einblick in die altehrwürdigen Produktionshallen erhalten und traf die Geschäftsführerin zu einer Lektion in Sachen Naschwerk.

AUS DER REGION: Wikana Kekse – HIMBEER und denn's Biomarkt stellen regionale Hersteller vor | HIMBEER Familienmagazin Berlin

© Polina Tikk

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Text: Adrian Grunert, Foto: Polina Tikk

Unser Spaziergang auf Luthers Spuren durch die herrlich restaurierte Altstadt von Wittenberg hätte gut weniger peitschenden Regen verdient. Aber wir lassen uns nicht die Laune verderben. Denn uns lockt die Einladung in die Keksfabrik von Wikana. Ost-Kinder unter uns kennen noch die Othello-Kekse. Auch heute werden hier noch Kekse gebacken, allerdings vor allem in Bio-Qualität.

Gleich am Elbhafen erhebt sich das vierstöckige Werk mit seinen sonnengelben Klinkern. „Der Standort hat seine Geschichte”, erklärt uns Yvonne Böhm, Geschäftsführerin in zweiter Generation, die uns zum Rundgang empfängt, „hier wurde Kakao, von Hamburg heruntergeschifft, ab 1906 zur Kant-Schokolade verarbeitet.” Mit Schokolade konnte es nach dem Krieg nicht weitergehen, Wittenberg und Hamburg lagen nun in verschiedenen Ländern. Also wurde umdisponiert: „Ab den Fünfzigern wurden Dauerbackwaren produziert.”

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Der volkseigene Betrieb stellte her, was die DDR zum Knabbern brauchte. „Von da an gab es 40 Meter lange Backöfen und 500 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb.” Dann kam die Wende: „Mein Vater hatte im Kombinat für Süßwaren in Halle gearbeitet. Er konnte sich, wie viele, nicht vorstellen, dass es seine Lieblingskekse plötzlich nicht mehr geben sollte.” Wikana kam damals unter dem großen westdeutschen Konkurrenzdruck nicht mehr auf die Beine und wurde von der Treuhand liquidiert.

Doch Böhms Vater glaubte an die Marke: „1992 hat er begonnen, den Betrieb fit für eine neue Zeit zu machen.” Dabei half vor allem die Umstellung auf biologische Zutaten, die seit 2001 kontinuierlich die Produktion bestimmt. Die Riesenöfen backen wieder, die Belegschaft ist auf 137 angewachsen und vieles hier besitzt noch den Charme vergangener Tage. Sie reicht uns Hygienekittel und Häubchen. So betreten wir das mit glasierten Fliesen dekorierte Treppenhaus, wo uns ein betörender Duft erwartet: geschmolzene Butter, frischgebackener Teig, ein Hauch von Vanille!

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Böhm hat Nicole Witt dabei, zuständig fürs Marketing. Die beiden sympathischen Damen führen uns stolz durch die riesige Halle, wo wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Wir fühlen uns wie in der Sendung mit der Maus – zu allen Seiten stehen große Maschinen, goldene Walzen drehen sich, stechen Scharen von Keksen aus dem Teig, die dann in einer feierlichen Parade in die Öfen laufen. Vier Tonnen Teig tanzen hier täglich über die Fließbänder. „Damit der auch so ist, wie er sein soll, wacht immer eigens ein Bäcker über die Konsistenz.”

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Wir erfahren, wie viel Aufmerksamkeit so ein Teig verlangt: „Das Bio-Mehl ist ein Naturrohstoff und wird nicht geglättet, so muss auf Schwankungen Mal für Mal manuell reagiert werden.” Hier wird uns klar, dass industriell nicht gleich maschinell bedeutet. Eine Mitarbeiterin verteilt mit Muskelkraft den Teig unter die Walze. „Das werden Butterkekse”, lächelt sie, als wir ihr über die Schulter schauen. Und sie ist nicht allein, zu allen Seiten sehen wir ihre Kollegen und Kolleginnen zwischen den Öfen hin- und herhuschen, damit nur die besten Stücke in der Verpackung landen.

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Später sitzen wir beim Kaffee zusammen und Witt fährt einen Korb mit dem großen Sortiment auf. Nach den Eindrücken aus der Fabrik sind wir natürlich ziemlich neugierig auf das Ergebnis. Wir naschen von den feinen Butter-, den kräftigen Doppel- und den kleinen Kokoskeksen und erfahren etwas über die Herkunft der Zutaten: „Soweit möglich kommt alles aus der Region, das Mehl etwa aus Sachsen. Was nicht hier wächst, stammt aus fairem Handel.” Das ist erfreulich, denn die Kokosnuss aus Sri Lanka würden wir ungerne in den Keksen vermissen.

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Zum Sortiment gehören auch Doppelkekse mit verschiedenen Füllungen, so dass Krümelfans je nach Vorliebe auf ihre Kosten kommen. „Unsere stärkste Saison beginnt im Frühling, wenn die Familien auf Radtouren gehen und die Picknickzeit beginnt”, weiht uns Böhm ein und reicht uns die veganen Quinoa-Schoko-Kekse: „Die sind ganz bewusst nicht zu süß.” Wir greifen sofort zu – lecker und knusprig! Es scheint, dass bei Wikana Erfahrung und Innovation wirksam ineinandergreifen.

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Unser Favorit ist der leichte und feine Dinkel-Butterkeks. Woher kommen solche Kreationen? „Bei uns ist Produktentwicklung
eine recht angenehme Angelegenheit”, lacht Böhm, „denn wir probieren neue Rezeptideen im kleinen Kreise selbst aus.” Sie beschreibt, wie sie und einige Vertraute um ein dampfendes Backblech sitzen. Wenn es schmeckt, probieren auch Mitarbeiter aus dem Werk. „Und natürlich auch unsere Kinder! Deren Urteil ist sehr wichtig”, grinst Witt, die zugibt, genau so gern Kekse zu essen wie ihre kleine Tochter.

Auch wir lassen zu Hause unsere Liebsten testen und das Urteil fällt einhellig aus: Gute Zutaten, gute Rezepturen, gute Kekse! Wir erinnern uns an Böhms offizielle Bezeichnung: „Dauerbackwaren.” „Dauerbackwaren?”, fragen wir ungläubig, denn bis der Teller leer war, hat es nicht besonders lang gedauert.

 

Klassiker neu gedacht wie der Dinkel-Butterkeks oder neue Lieblinge in Traditionsqualität wie Kokos-Schoko-Kekse im praktischen Sackbeutel – die gesamte Bio-Palette der Wikana-Kekse gibt es bei allen Berliner denn’s Biomärkten.

Sponsored: Dieser Artikel ist in Kooperation von denn's Biomarkt und HIMBEER entstanden.

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