7 Fragen an... Sandra Runge

Als Mama wird man mit überraschend vielen Rechtsthemen konfrontiert. Sandra Runge unterstützt in ihrem Blog "Smart Mama" werdende Mütter und solche die es schon sind bei Rechtsfragen. Welches Essen bei ihr zu Hause immer schmeckt und wo der einzige Ort ist, an dem ihre Kinder auf die Tischdecke malen dürfen, erzählt sie in unserem Interview.

© Malina Ebert

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Die erste Schwangerschaft, das erste Kind, das sind einzigartige Erfahrungen. Plötzlich ist man mit viel Neuem konfrontiert, auch mit Dingen, über die man sich vorher so gar keine Gedanken gemacht hat. Neben Umstellungen, die das alltägliche Leben betreffen, muss man sich auch mit vielen Rechtsthemen auseinandersetzen und das hat es manchmal in sich. Auch Sandra Runge hatte hin und wieder ihre Schwierigkeiten, sich durch den Gesetzes-, Formular-, und Behördendschungel zu kämpfen und das, obwohl die Berlinerin beruflich als selbstständige Rechtsanwältin arbeitet. Wirklich hilfreiche Seiten im Internet, bei denen sie Unterstützung bekommen konnte, gab es nicht.

Das hat sich jetzt geändert, denn mit Smart Mama hat Sandra Runge selbst einen Blog ins Leben gerufen, der (werdende) Mamas bei Rechtsfragen unterstützt und damit vielen Frauen das Leben ein wenig leichter macht. Anhand aus dem Leben gegriffener Situationen klärt sie über Sachverhalte auf. Dabei schlägt sie einen lockeren Ton an, der mit einem Augenzwinkern trockene Themen verständlich und leicht lesbar vermittelt. Aktuell schreibt sie an einem Buch zu ihrem Blog und erfüllt sich damit einen lang geträumten Traum.

Als viel beschäftigte Freiberuflerin mit zwei kleinen Söhnen (6 und 2 Jahre) weiß Sandra Runge um die Schwierigkeiten beim Vereinbaren von Berufs- und Familienleben. Ihr neustes Projekt, welches sie zusammen mit anderen Eltern gegründet hat, heißt deshalb Coworking Toddler. Man darf sich darunter eine einzigartige Verbindung von Arbeitsplatz und Kinderbetreuung vorstellen. Die Kinder werden durch speziell geschulte Erzieher im Nahbereich der Eltern betreut, wodurch ein früherer Arbeitseinstieg ermöglicht wird. Im Arbeitsalltag können die Eltern ihre Kinder so auch zwischendurch mit Absprache der Erzieher treffen – zum Kuscheln, Spielen oder Energie tanken. Wie es bei Sandra Runge zu Hause zugeht erklärt sie in unserem Interview.

 

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du Kinder hattest?
Ich dachte immer: Wir machen das anders als alle anderen und leben unser Leben weiter wie gehabt. Das Kind passt sich an unseren Lebensrhythmus an und nicht umgekehrt. Wir werden einfach die coolsten Eltern und jammern nicht herum! Das war natürlich völliger Quatsch und wir wurden schnell eines Besseren belehrt. Kinder geben uns im Familienalltag den Takt vor. Das ist manchmal sehr anstrengend und nervenaufreibend, bringt aber auch schöne Überraschungen und Momente mit sich.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Für mich steht Liebe und körperliche Nähe an erster Stelle. Meine Kinder dürfen immer mit mir Kuscheln, auf dem Schoss sitzen und ich habe beide sehr viel und lange getragen. Gleichzeitig versuche ich darauf zu achten, dass sie sich zu selbständigen, selbstbewussten, gleichzeitig auch empathischen und hilfsbereiten Jungs entwickeln. Leider fällt es mir nicht immer leicht Grenzen zu setzen – am liebsten würde ich den beiden (fast) jeden Wunsch erfüllen und (fast) alles erlauben – aber das geht natürlich nicht.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kinder bist? 
Für Freizeitvergnügen habe ich leider nur wenig Zeit. Wenn es mal eine kurze Pause gibt, schreibe ich Texte für meinen Blog smart-mama oder schnappe ich mir ein gutes Buch, eine Zeitung oder einfach nur ein Klatsch- und Tratsch-Magazin.

Was finden deine Kinder richtig blöd an dir? 
Wahrscheinlich, dass ich sie manchmal gebetsmühlenartig an ihre kleinen alltäglichen Pflichten erinnern muss: Aufstehen, Zähne putzen, Anziehen, Hände waschen – das mögen sie überhaupt nicht!

Was ist das Schönste am Leben mit Kindern? 
Die schönsten Momente für mich sind, wenn meine Jungs nach einem langen Arbeitstag auf mich zustürmen, laut „Mama“ rufen und mich umarmen.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Wir essen am Liebsten deftig, klar, mit drei Männern im Haushalt! Ganz oben auf der Hit-Liste stehen Käsespätzle. Die schmecken immer und sind superschnell zuzubereiten. Eigentlich braucht man nur frische gekochte oder schon abgepackte Spätzle, die man in einer Pfanne erwärmt. Dazu reibt man deftigen Käse – zum Beispiel Appenzeller oder Gruyère, den man zusammen mit etwas Butter langsam schmelzen lässt. Je nach Geschmack kann man noch Röstzwiebeln drüberstreuen (gibt es auch schon fertig) oder saure Gurken dazu essen.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Die Jungs sind große Dino-Fans – daher gehen wir gerne in den Freizeitpark Germendorf und natürlich in das Naturkundemuseum. Erlebnisreich ist auch immer wieder der Kinderbauernhof Pinke-Panke oder der Vierfelderhof in Gatow. Sehr zu empfehlen ist auch das Puppenthater Prenzlkasper in der Marienburger Straße und der Milchsalon im Columbia Theater. Essen gehen wir am liebsten in der Pizzeria a Magica in der Greifenhagener Straße. Die Kinder können dort beobachten, wie die Pizza entsteht, manchmal sogar selbst Teig kneten. Und sie dürfen etwas, was zu Hause nicht erlaubt ist: auf der Tischdecke malen.

 

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