7 Fragen an... Maria Ribbeck

Im besten Fall haben Kinder eine Lieblingspuppe, die sie ein Leben lang begleitet und die so individuell und besonders ist, wie das Kind selbst. Maria Ribbeck ist Puppenmacherin und kreiert Freunde fürs Leben. In ihrer Werkstatt im Süden von Berlin entstehen Tag für Tag neue Lieblingsstücke, die oftmals von hier aus ihren Weg in die Welt hinaus finden.....

7 Fragen an... Maria Ribbeck

Kleine Freunde von Mariengold © Mariengold

7 Fragen an... Maria Ribbeck

Maria in ihrem Atelier © Mariengold

7 Fragen an... Maria Ribbeck

Jeder Strich muss sitzen © Mariengold

7 Fragen an... Maria Ribbeck

Arbeitsmaterial © Mariengold

7 Fragen an... Maria Ribbeck

Maria auf dem Weg zur Post- ihre Puppen reisen in die ganze Welt © Mariengold

Diese Frau hat Leidenschaften – sie liebt die Natur, das Reisen, Yoga, gutes Essen und vor allem auch: Schöne Dinge mit Seele.

Und so hat sich Maria Ribbeck (32) nach ihrem Studium zur Kommunikationswirtin an der Universität der Künste in Berlin mit ihrem Label Mariengold als Puppenmacherin selbständig gemacht. Sie wollte ihren Lebensunterhalt mit ihrer Leidenschaft bestreiten, mit dem, was ihr Spaß macht: Der Puppenmacherei.

Das Wissen rund um das Handwerk hat sie sich selbst angeeignet. Ein bisschen aus Büchern gelernt, vor allem aber selbst experimentiert und ausprobiert. Seitdem näht sie Puppen und deren Kleidung, entwirft neue Schnitte und Anleitungen für ihre Herstellung, stellt sich für zukünftige Puppenmacher als Mentorin zur Verfügung und gibt Nähkurse für alle Interessierten.

Ihre kleinen Kunstwerke vertreibt sie dann über Dawanda und Etsy. Auch international bleibt der Erfolg nicht aus und mehr als drei Viertel der Puppen gehen in die USA, Kanada oder Australien. Doch damit nicht genug. Ihrer Begeisterung für das Texten und Schreiben gibt sie sich regelmäßig in ihrem Blog hin, in dem sie über neue Kreationen schreibt und alles, was sie bewegt. In diesem Frühjahr wird Maria ihr erstes eBook mit Anleitungen zur Puppenherstellung veröffentlichen.

Ein Wunder der Organisation, dass die Unternehmerin bei all dem Kreieren und Schaffen für eine ganz besondere Person noch genug Zeit findet: für ihre 8-jährige Tochter Leni. Einige Einblicke in das Familienleben hat uns Maria sehr gerne gewährt. Aber lest selbst….

 

 

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du ein Kind hattest?
Ich war noch sehr jung, als meine Tochter geboren wurde, Anfang 20. Damals konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie sehr sie mein Leben verändern würde. Als besonders herausfordernd habe ich es empfunden, mich voll und ganz auf mein Kind einzustellen und viel, viel weniger Zeit und Freiraum für mich selbst, meine Partnerschaft und die anderen Menschen in meinem Leben zu haben. Das geht mir eigentlich auch heute, nach acht Jahren, noch so. Und ich werde wohl mein ganzes Leben lang überwältigt sein von der Liebe, die ich für diesen kleinen Menschen empfinde.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Ich entscheide eigentlich immer situativ. Höre auf mein Bauchgefühl. Bespreche viel mit meinem Mann. Mir ist wichtig, dass meine Tochter in eine gute Verbindung mit ihrem Herzen und ihrer Intuition kommt und lernt, sich selbst zu vertrauen. Selbstliebe ist wahrscheinlich der wichtigste Wert in meiner Erziehung. Nur wer sich selbst liebt, kann in Freiheit zu anderen finden.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne dein Kind bist?
Ich mag gerne die späten Nachmittage und frühen Abende. Wenn ich die ohne meine Tochter verbringe, dann am liebsten auswärts mit meinem Mann oder einer Freundin und wir lassen uns einfach treiben und tun und lassen, worauf immer wir Lust haben. Ich lese auch gern mal ein paar Stunden am Stück und bis nach Mitternacht, wenn ich weiß, dass ich am nächsten Morgen ausschlafen kann.

Was finden deine Tochter richtig blöd an dir?
Als Selbständige arbeite ich von zu Hause aus. Die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit fällt mir ziemlich schwer, sodass ich in unserer gemeinsamen Zeit viel am Laptop sitze. Für meine Tochter ist es nicht nachvollziehbar, was ich da eigentlich mache. Sie nimmt nur meine Abwesenheit wahr. Vor ein paar Wochen hat sie zum ersten Mal geäußert, dass sie das doof findet.

Was ist das Schönste am Leben mit Kindern?
Die Welt noch einmal mit Kinderaugen zu sehen, ist sehr belebend, inspirierend und auch rührend, weil es mich an meine eigene Kindheit erinnert und daran, dass ich schon ganz schön erwachsen bin. Jetzt, wo meine Tochter schon drei Jahre in der Schule ist, mag ich auch die Aufbruchstimmung und zu erleben, wie sie sich entfaltet und ihre Möglichkeiten entdeckt. Und ich mag es, dadurch zu spüren, dass das Gleiche für mich und alle anderen Menschen gilt. Dass alles möglich ist.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Ein Salat für die kalte Jahreszeit nach einem Rezept von Yotam Ottolenghi, das vor einiger Zeit von vielen Food Bloggern nachgekocht und vorgestellt wurde: Süßkartoffelspalten aus dem Backofen mit frischen Feigen, angebratenen Frühlingswiebeln und Chili, Ziegenfrischkäse und Crema Balsamico.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Wir leben in Zehlendorf. Den perfekten Sonntagnachmittag verbringen wir spazierend am Schlachtensee mit Halt im Biergarten, der Fischerhütte bei mildem Sonnenschein, Marmorkuchen und heißer Schokolade, mit Blick auf den erwachenden Frühling oder das goldene Laub im Herbst. Am liebsten mit unserem Gasthund Totò, der regelmäßig bei uns ist.

Hinterlasse einen Kommentar

*Pflichtfeld

Empfehlungen