7 Fragen an... Madhavi Guemoes von Kaerlighed

Kaerlighed ist ein Lifestyle-Blog mit den Schwerpunkten Yoga, Meditation, Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung. Wir haben die inspirierende Gründerin Madhavi zum Interview gebeten und spannende Antworten auf unsere 7 Fragen erhalten.

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© Maria Schiffer | www.mariaschiffer.com

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© Maria Schiffer | www.mariaschiffer.com

Madhavi Guemoes ist eine echte Powerfrau. Sie weiß, wie man sein Leben auf Zack kriegt. Zumindest hat sie dazu eine Menge Inspiration und lebensbejahende Gestaltungsmöglichkeiten für jedermanns Alltag. Sie ist Mutter zweier entzückender Kinder (acht und zehn) und lebt mit ihren Kindern und ihrem Mann seit zwei Jahren in Berlin. Als Vollzeit-Bloggerin schreibt sie unter anderem seit 2011 auf ihrem Blog www.kaerlighed.de ganz undogmatisch über Yoga, Meditation, Ernährung und spirituellen Lifestyle. Zu ihrem Blog sagt sie selbst: "Auf Kaerlighed möchte ich Menschen dazu ermutigen, ihren Weg zu gehen, ihren Wert zu erkennen und an sich zu glauben. Dafür muss man nicht unbedingt nach Indien reisen, einen Sari umbinden, oder sich einen anderen Namen anschaffen."

Yoga praktiziert sie bereits seit ihrem zwölften Lebensjahr. Sie ernährt sich seit 20 Jahren vegan und liebt die makrobiotische Ernährungsweise. Sie gibt regelmäßig makrobiotische Kochkurse und Yoga-Workshops. Wir haben Madhavi unsere 7 Fragen gestellt und erfahren, dass sie trotz ihrer Einstellung und Lebensweise nicht von Schlafmangel durch Kindergeschrei verschont wurde, ihre Kinder aber eine makrobiotische Bowl ihre Leibspeise nennen.

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du Kinder hattest?
Jeder hatte meinem Mann und mir während meiner Schwangerschaft prophezeit, dass unser erstes Kind sicher eine Buddha-Natur werden würde. Es kam natürlich anders. Ich hätte mir nie vorstellen können, mit so einem extremen Schlafentzug über Jahre überhaupt geradeaus schauen zu können. Geschweige denn, nach etwa einem Jahr wieder schwanger zu werden. Meine Kinder schliefen nie durch, jeder Zahn war ein Elend. Ich bin auch kein Freund des Schreienlassens. Mehr als drei bis vier Stunden am Stück gab es für uns nicht. Natürlich fragte ich mich ständig, was ich falsch mache, gerade wenn ich selige Mütter mit Kindern traf, die schon seit dem zweiten Tag durchschliefen. Ich habe mich dann aber irgendwann in die Situation hineinentspannt und ein Familienbett hergerichtet. Ich hatte gewiss keine romantische Vorstellung, aber es ist tatsächlich so, dass einem niemand so richtig die Wahrheit sagt, wie das mit Babys nun wirklich ist, vielleicht auch, weil jedes Kind anders ist.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Meine Kinder sind jetzt acht und zehn Jahre alt. Ich mache klare Aussagen, die dann auch eingehalten werden. Ich war in den ersten Jahren schon streng, um ein gutes Fundament zu setzen. Wenn ich Ja sage, wissen sie, dass ich es so meine. Bei einem Nein wissen sie, dass es keine Alternative gibt. Aber ich lasse ihnen viel Freiheit, kann ihnen vertrauen, und ich finde, sie sind ganz gut geraten. Sie gehen auf eine sehr freie Schule und lernen, um die Ecke zu denken, was ich für sehr wichtig halte. Die Klarheit, die ich ihnen entgegenbringe (meistens jedenfalls), die bekomme ich von ihnen zurück. Das macht unser Leben sehr angenehm.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kinder bist?
Dann schnappe ich mir eine Freundin und reise durch die Weltgeschichte. Dann fühle ich mich wie früher, habe inspirierende Gespräche und komme auf andere Gedanken. Wenn ich nur ein paar Stunden für mich habe, dann gehe ich gern zu der wundervollen Kiki Viebrock und lasse mir ein Facial geben, zum Jivamukti Yoga oder ins Cowshed Spa zur Pedi- und Maniküre bei Anifa. Oder ich lese ganz schnöde in Ruhe ein Buch.

Was finden deine Kinder richtig blöd an dir?
Oh, das gibt es sicher einige Dinge. Ich denke, dass sie nicht ohne Ende in die Glotze starren dürfen, finden sie schon lästig. Oder das sie nicht jeden Abend mit einem Hörspiel einschlafen dürfen.

Was ist das Schönste am Leben mit Kindern?
Diese bedingungslose Liebe zu spüren. Egal, wie ich mich verhalte, es gibt immer einen klugen Austausch, einen Spiegel. Kinder sind Gurus, mit denen man wachsen kann. Ich möchte es nicht missen.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Meine Kinder lieben am meisten Misosuppe und braunen Reis oder eine makrobiotische Bowl. Mein Lieblingsgetränk im Sommer ist der Kurkuma Shake.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Wir fahren gern an den Schlachtensee. Gehen dort spazieren, schauen aufs Wasser und lassen unsere Seele baumeln. Auch die Domäne Dahlem ist feiner Ort für Familien. Dinosaurier schauen im Naturkundemuseum oder einen Malkurs im Malsalon besuchen.  Wir sind ja erst zwei Jahre in Berlin und checken noch so manches aus.

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