7 Fragen an... Joana Kohrs alias Fräulein Feiertag

Die waschechte Hamburgerin Joana Kohrs hat Berlin zu ihrer Wahlheimat gemacht und mit Fräulein Feiertag 2015 ihre Leidenschaft zum Beruf. Als Mutter einer 15-jährigen Tochter ist sie Expertin im Kindergeburtstagfeiern und -ausrichten. In unseren 7 Fragen verrät sie, dass für sie eine große Portion "Quatsch mit Soße" zum Erziehen dazugehört, dass ihre Tochter und sie gerade Escape Games für sich entdeckt haben und dazu das Rezept für das einfachste Risotto der Welt.

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© Malina Ebert

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© Jacqueline Traub

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© Jacqueline Traub

Mit einer großen Portion Leidenschaft und jeder Menge Erfahrung durch die Kindergeburtstage ihrer eigenen, bereits 15-jährigen Tochter richtet Joana Kohrs als Fräulein Feiertag Events jeder Art aus. Babypartys, Kindergeburtstage und Einschulungsfeiern sind jedoch ihr Steckenpferd. Sie liebt es, sich in den Welten, die sie und ihr Team erschaffen, zu vergessen, den Kindern Geschichten zu erzählen und ihnen in die leuchtenden Augen zu schauen. Auch wir aus der HIMBEER-Redaktion konnten uns davon schon überzeugen, als Joana den Räuber-Geburtstag von Theresa ausgerichtet hat.

Joana liebt es, alles auszuprobieren und das gerne gleichzeitig. Schon während ihrer tanzpädagogischen Ausbildung hat sie Kinder und Erwachsene unterrichtet (in Ballett, Jazz, Hip Hop etc.) und eine Künstleragentur nur für schwarze Sänger, Tänzer und Models betrieben. Auch die Bühne war schon immer ein Teil ihres Lebens, erst im Musical, dann war sie unter anderem Regieassistentin für das Stück „Neue Punkte für das Sams“ am Theater für Kinder in Hamburg. Noch heute arbeitet sie unter ihrem Mädchennamen Adu-Gyamfi vor der Kamera als Schauspielerin.

Für Joana gibt es nichts Schöneres, als Menschen, die ein besonderes Ereignis feiern, zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, dass es ein schönes Ereignis wird. So hat sie Fräulein Feiertag 2015 gegründet. Ausschlaggebend war dafür auch ihre Tochter, deren Geburtstage sie, seit dem zweiten Lebensjahr, immer unter einem Motto feiern – von Circus bis Poolparty war schon alles dabei. Kein Wunder, dass Joana am 14. Geburtstag ihrer Tochter fast in Ohnmacht gefallen ist, als diese plötzlich nur mit ein paar Freunden chillen wollte. Unvorstellbar! Dass das Verhältnis von Mutter und Tochter dennoch sehr harmonisch ist, dass sie die Leidenschaft fürs Ballett teilen und gemeinsam gerne ihre Lieblingsserie schauen, haben wir im Interview erfahren.

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du ein Kind hattest?
Die Frage kann ich schnell beantworten. Nichts war und ist anders, da ich nicht darüber nachgedacht habe. Ich war so sehr damit beschäftigt, es zu lieben, schwanger zu sein und dann endlich Mutter. Unsere Tochter war und ist unser Mittelpunkt, ohne dass wir uns ständig um sie kreisen oder gekreist hätten.
Es fühlte sich all die Jahre einfach nur natürlich an. Und dafür bin ich sehr dankbar, da ich weiß, dass es Mütter gibt, denen es zu Beginn anders ging!

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Ich würde sagen: liebevoll streng mit einer großen Portion Humor und Sarkasmus. Ich bin ein großer Freund von gutem Benehmen. Es tut nicht weh "Bitte" und "Danke" zu sagen. Ich finde, wenn der Rahmen stimmt, ist SEHR viel Raum für eine megagroße Portion „Quatsch mit Soße“. Ich würde behaupten, dass ich mit der Methode bei meiner Tochter sehr gut gefahren bin. Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück. Wir lachen und reden sehr viel miteinander. Und streiten, trotz ihres angeblich anstrengenden Alters von 15 Jahren, so gut wie nie (Gott, klingt das kitschig, ist aber so). Ich glaube, dass es daran liegt, dass wir Eltern heute einfach viel mehr über die Pubertät wissen, als unsere Eltern damals und die Kinder daher so annehmen, wie sie sind.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kind bist?
Wenn ich mal ohne Kind bin, verlasse ich die Wohnung so schnell ich kann, damit ich ja nicht auf die Idee komme, den Haushalt zu machen. Ich bin sicher, dass jede Mutter weiß, wovon ich rede! Kaum sind wir ohne Kind, zack, machen wir „nur mal eben schnell die Wäsche“... Nee nee, das mache ich nicht mehr. Hat lange genug gedauert, bis ich mich soweit hatte, meine freie Zeit auch für mich zu nutzen! Es macht mir großen Spaß durch Läden zu stöbern, Bücher, Dekorations- und Bastelartikel für Fräulein Feiertag zu shoppen und neue Konzepte zu erstellen. Ich liebe es einfach, unterwegs zu sein. Gerne auch im Baumarkt. Nicht selten bekomme ich dann einen Anruf von meiner Tochter, wo ich denn sei und ob sie dazukommen darf. Ich antworte natürlich immer mit „Ja“, da es mich freut, dass sie noch gerne etwas mit mir unternimmt.

Was findet dein Kind richtig blöd an dir?
Ich habe diese Frage an meine Tochter weitergeleitet. Sie sagt: „Ich finde es echt blöd, dass meine Mutter nach einem Streit sofort wieder normal ist, obwohl ich noch sauer auf sie sein will!“

Was ist das Schönste am Leben mit Kind?
Diese unfassbar grenzenlose Liebe! Das Vertrauen, das Lachen, das Weinen, das Streiten, die Unsicherheit, das Lernen. Das gemeinsam Kochen und unsere Lieblingsserie gucken. Unsere Leidenschaft für das Ballett und die Musik. Die Gelassenheit und vieles mehr, das ich nicht in Worte fassen kann, aber alles ist einfach nur schön!

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Unsere Tochter lässt gerne, zu meinem Bedauern, alle Kräuter weg. Daher nehme ich an, dass unser Risotto das einfachste Risotto der Welt ist.

ZUCCHINI-RISOTTO
2 große Zucchini
1 kleine Zwiebel
Risotto-Reis
etwas Öl
Gemüsebrühe
Salz + Pfeffer
Parmesan
Basilikumblätter

Zucchini auf der Gemüsereibe reiben, Zwiebel hacken, Parmesan reiben. Das Öl in eine flache Pfanne geben und erhitzen. Dann die Zwiebeln andünsten. Risotto-Reis hinzufügen und ebenfalls glasig dünsten. Gemüsebrühe hinzufügen und verkochen lassen; wieder etwas Gemüsebrühe hinzufügen und bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren wiederholen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat und bissfest ist (ca. 20-30 Minuten). Kurz vor Ende der Garzeit die geriebene Zucchini und Parmesan unterrühren und das Ganze salzen und pfeffern. Vor dem Servieren noch einmal Parmesan drüberstreuen und mit einem Basilikumblatt verzieren. Keine große Kunst, aber schmackhaft!

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
In Berlin herrscht immer ein so großes Angebot, dass wir uns kaum entscheiden können. Ein Familienspaß, allerdings für Familien mit größeren Kindern, sind die derzeit angesagten Escape-Räume, in die man „eingesperrt“ wird und 60 Min. Zeit
hat durch detektivisches Geschick herauszukommen. Klingt doof, ist aber ein großer Spaß. Man findet uns auch in Museen und ich bin froh, dass meiner Tochter meine Leidenschaft für das Ballett teilt. Bei gutem Wetter erkunden wir die Stadt mit dem Rad oder picknicken einfach in einem der Berliner Parks.

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