7 Fragen an... Alexandra Helmig

Fantasievoll und aufregend – das sind zwei passende Adjektive für das Leben der Alexandra Helmig. Und weil sich ihre Vita liest wie ein Marathon an Kreativität, hat HIMBEER einfach mal nachgefragt: Bleibt denn da noch Zeit für die Familie?

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© Janine Guldener

Alexandra Helmig ist Schauspielerin am Theater sowie für Film und Fernsehen, Dreh- und Kinderbuchautorin, Sprecherin für verschiedene Verlage und Gründerin des Kinderkunsthauses in München. Das hört sich ja schon nach einem vollen Terminplan an, aber Alexandra Helmig ist das, was man als ein Multitalent bezeichnen könnte, denn obendrein ist sie Mutter von zwei Töchtern, 14 und 10 Jahre alt.

Alexandra Helmig wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Nach ihrem Französischstudium an der Sorbonne und dem Studium der Schauspielerei in Hamburg, während welchem sie schon am Theater und für Film und Fernsehen zu sehen war, widmete sie sich noch dem Kreativen Schreiben an der LMU in München. Daraufhin folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter die bekannten KOSMO & KLAX-Geschichten, die von ihr selbst als Audiobuch gelesen werden.

Aktuell widmet sich Alexandra Helmig dem Film Frau Mutter Tier, bei dem sie das Drehbuch mit verfasst hat. Das Projekt handelt von den Strapazen sowie der Komik des alltäglichen Mutterdaseins in einer deutschen Großstadt. Die Alltagsgeschichten von drei Müttern (neben Julia Jentsch und Kristin Suckow übernimmt Alexandra Helmig eine der Hauptrollen) werden mit komödiantischem Tiefgang dargestellt. Stilmittel sind surreale Traumsequenzen oder auch Frontalinterviews.

Außerdem ist Alexandra Helmig aktiv am Kinderkunsthaus beteiligt. Im Zuge der Veranstaltungsreihe 2017 “[Fürs] Leben lernen“ findet am 10. Juli ein Werkstattgespräch mit dem Titel „Kinder brauchen Werte“ statt. Der Erziehungswissenschaftler Jan-Uwe Rogge spricht darüber, wie Eltern und Pädagogen den Kindern Werte wie Selbstbewusstsein und Respekt alters- und entwicklungsgerecht vorleben können. Tickets bekommt ihr hier.

Alexandra Helmig lebt mit ihrer Familie in München. Zu ihrem Familienleben haben wir ihr unsere 7 Fragen gestellt.

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du Kinder hattest?
Ich habe versucht, mir nicht allzu viele Vorstellungen zu machen, da es sowieso meist anders kommt, als man denkt. Vor allem mit Kindern. Da wird der liebevoll ausgetüftelte Plan oft über den Haufen geworfen, aber Umwege und Stolpersteine bergen ja oft die fantasievolleren Blüten. Auch wenn es manchmal anstrengender ist.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Eine große Portion Liebe mit vielen Kuscheleinheiten, aber klaren Grenzen und Werten. Grundsätzlich glaube ich, dass Kinder vor allem durch's Vorleben lernen. Was ich nicht selbst beherzige, kann ich auch nicht von meinen Kindern erwarten. Beim Thema Handynutzung muss ich mich gelegentlich miterziehen und disziplinieren. Ich wünsche mir, dass meine Töchter mit Urvertrauen und gesundem Selbstwertgefühl aufwachsen und ihren Mitmenschen mit Respekt und Toleranz begegnen, nach dem Motto: „Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kinder bist?
Mich einfach treiben lassen und im Moment verlieren. Beim Tagträumen, Lesen oder Klavierspielen. Diese Auszeiten sind meine kreativen Säulen.

Was finden deine Kinder richtig blöd an dir?
Wenn ich mich – wie meine Töchter sagen – mal wieder auf der Straße „verquatsche“.

Was ist das Schönste am Leben mit Kindern?
Dass das Leben so bunt ist – wahrhaftig, intensiv und emotional. In jeder Hinsicht. Zu erleben, mit welch unmittelbarer Freude und Neugier Kinder die Welt entdecken, ist ein Geschenk. Das Schönste überhaupt ist ein Kinderlachen!

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Das ist nicht so einfach, da unsere Vorlieben sehr verschieden sind. Aber wir lieben alle Fisch, Artischocken und Avocado, deshalb ist Fisch in Salzkruste mit Gemüse immer eine Option. Am Wochenende gibt‘s mittlerweile oft Kuchen, da unsere große Tochter für ihr Leben gern backt.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Raus in die Natur! Der Barfußpfad nahe des Klosters Benediktbeuren ist deshalb immer wieder einen Ausflug wert, ebenso eine kleine Wanderung am Kochelsee mit einem Abstecher ins Franz Marc Museum. Das Skizzenbuch darf dabei nicht fehlen, denn so wird unser Museumsbesuch nie langweilig.

 

Foto vom Filmset "Frau Mutter Tier" © Mixtvision/Luis Zeno Kuhn

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