7 Fragen an Jeppe Hein

Interview mit Jeppe Hein: Der Künstler über Pfannkuchen mit viel Schokosoße, dänische Inselbrötchen, brandenburgische Reiterhöfe und das intensive Erleben des Hier und Jetzt mit seinen beiden kleinen Töchtern.

Künstler-Jeppe-Hein-mit-Kindern©Jeppe-Hein

© Jeppe Hein

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© Jeppe Hein

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Jeppe Hein, Light Pavilion, 2009, Courtesy Johann König, Berlin and 303 Gallery, New York, Keizo Kioku

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Jeppe Hein, Water Pavilion Aalborg, 2011, Courtesy Johann König, Berlin and 303 Gallery, New York, Jeppe Hein

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Jeppe Hein, Follow Me, 2009, Courtesy Johann König, Berlin and 303 Gallery, New York, Jamie Woodley

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Jeppe Hein, You are right here right now, 2012, Courtesy Johann König, Berlin and 303 Gallery, New York, Roman März

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www.apropos-foto.de, Hintergrund Jeppe Hein 2012

Jeppe Hein zählt zu den wichtigsten Vertretern zeitgenössischer Kunst. In Dänemark 1974 geboren, lebt Jeppe seit zehn Jahren in Berlin. Er ist verheiratet und Vater von Alba (6) und Lucie (3).

Aufmerksam wurde die Kunstwelt auf ihn, als er noch als Student in der renommierten Städel Hochschule in Frankfurt am Main Bildende Kunst studierte. Er gilt als Vorreiter eines neuen, spielerischen Begriffs zeitgenössischer Skulptur und für mutige wie simple Zusammenhänge von Materialien, die sonst nicht zusammenfinden, wie z.B. Feuer und Wasser. Dabei entstehen lebendige Perspektiven zwischen Objekt und Betrachter was nicht selten als manipuliertes Spiel verstanden wird. Jeppes skulpturales Werk besticht durch reduzierte wie präzise Objekte, die den Standort des Betrachter in Frage stellen – losgelöst durch das bewusste Kreieren neuer Räume, die Jeppe mit der Verwendung z.B. des Spiegels sowie mit seinen Wasserskulpturen schafft.

Privat verbringt Jeppe einen Großteil seiner knapp bemessenen Freizeit mit "seinen Prinzessinnen" im Wald oder am See, wenn er nicht gerade mit ihnen in der Küche steht und kocht oder Brot backt. Für Jeppe ist Yoga und tägliches Meditieren essentiell und notwendiger Ruhepunkt neben dem "positiven Druck" des Kunstmarkes. Er ist präsent für seine Freunde, großzügig und hilfsbereit, denn es ist ihm sehr wichtig "etwas zu geben, wo etwas fehlt" – darum unterstützt er gemeinsam mit seiner Frau Silke auch das Charity-Projekt HOLY MALA, das dieses Jahr im Dezember erstmals stattfindet.

 

1. Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du Kinder hattest?
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es so schön sein wird, Kinder zu haben. So große Gefühle, so intensive Erlebnisse ...

2. Wir würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Der ist sehr klar: Beziehung statt Erziehung.

3. Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kinder bist?
Eine schöne Zeit mit meiner Frau verbringen, Yoga praktizieren, gerne Stunden in der Natur sein und zum Schluss eine Runde in die Sauna.

4. Was finden deine Kinder richtig blöd an dir?
Meine Kinder sind noch sehr klein – momentan bin ich noch Daddy Cool, mal sehen, was sie in fünf Jahren über mich sagen werden!

5. Was ist das Schönste am Leben mit Kindern?
Das Schönste ist, dass sie uns zum Hier und Jetzt bringen. Und dass mein Herz nun plötzlich woanders ist.

6. Was ist euer liebstes Familien- Rezept?
Pfannkuchen mit viel Schokosoße und wenn es nach den Kindern gehen würde, dann noch extra Zucker.

Und wann immer es uns möglich ist, backen wir dänische Inselbrötchen mit Karotte und Apfel drin. Obenauf etwas Olivenöl und Rosmarin, Mohn & Sesam, oder was da noch in der Schublade an Krümeln zu finden ist.

7. Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Mit dem Picknickkorb, Schnitzmesser und warmen Tee in den Wald.
Oder zu den Pferden auf dem Eschenhof in Sputendorf.

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