2 Kommentare

  1. Dieses großartige Angebot ist leider zur Zeit – wo ich es bei meinen Recherchen gesehen habe - einzig in ganz Deutschland.
    Das Konzept der Rochenkinder geht von der Intuition des Kindes aus und lässt das Kind entfalten. Die Kurse finden zudem in wenig gechlortem Wasser statt, was Kinder auch viel leichter (ohne rote Augen) tauchen lässt.
    Unsere Tochter schwimmt lässig und spielerisch im Wasser, ohne je Schwimm-Techniken aufgesetzt erfahren zu haben. Sie taucht, schaut uns aus dem Wasser an, schwimmt frei von jeder Hektik und Angst und dies alles nicht in einer eher ungesunden Schwimmtechnik des Brustschwimmens (was in der Regel woanders als Erstes beigebracht wird).
    Bei den Rochenkinder geht es nicht um ein Schwimmabzeichen, sondern um einen nachhaltig gelassenen und sicheren Umgang mit dem „tiefen Nass“, dem dann die Nuancierung im Schweben und Gleiten folgt und so die beste Basis für alle verfeinerten Schwimmtechniken besteht.
    Der Kurs scheint auf dem ersten Blick etwas teuer, doch bei näher Betrachtung ist er (auch aufgrund der vielen Termine) überaus preiswert und lohnt sich zudem, weil er sich über einen langen Zeitraum erstreckt mit dem Vertrauen, darauf dass unsere Kinder ihren eigenen besonderen Weg (ähnlich wie beim Laufen) finden. Unsere Tochter ist begeistert dabei.
    Das Konzept der Rochenkinder ist so einmalig und gut, dass es schade ist, dass noch so wenig davon wissen. Alle die Eltern, die ohnehin das mehr Intuitive aus Reformschulansätzen mit der Ausrichtung das Innere zu fördern und zur Entfaltung kommen zu lassen um zugleich von äußeren Bewertungen weniger abhängig zu sein, können sich in Schwimmkonzept der Rochenkinder wieder finden. Alle Eltern die vor allem das Intuitive pflegen werden sich genauso wieder finden. Ich jedenfalls kann es nur empfehlen. Und vor allem macht es allen Kindern Spaß und sie lernen das Schwimmen ähnlich wie das Laufen – als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

  2. Wir sind nun seit 1,5 Jahren bei den Rochenkindern. Begeistert von dem Konzept war ich ab dem ersten Tag. Als 'Pikler-Mutter' sträubte ich mich vor den üblichen Schwimmkursen. Mein Sohn Phillip hatte die Zeit im Wasser - egal ob in der Badewanne oder am Meer - von Anfang an selbst bestimmt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ihn jemand dazu zwingen wird, ins Wasser zu springen oder unterzutauchen. Ich ließ ihn ja doch seinen eigenen Weg gehen.
    Als ich das Konzept der Rochenkinder gelesen habe, habe ich mich sofort angemeldet. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt:
    - angenehme Atmosphäre
    - fast chlorfreies Wasser (hat Trinkqualität)
    - sehr warmes Wasser (34°C)
    - sehr kleine Gruppen (meistens sind wir zu sechst)
    - eine unglaublich freundliche, achtsame und hochgradig kompetente Schwimm'lehrerin'
    - erfahrungsintensive, äußerst informative Elternabende
    - äußerst anregende Vorbereitete Umgebung, die zum Experimentieren mit der Schwerkraft im Wasser, dem Gleichgewicht, dem Fortbewegen im Wasser usw. anregt.

    Mein Sohn spielt. Dabei probiert er immer wieder neue Sachen aus. So wie es Anja sagt, arbeiten die Kinder an sieben Themen: Springen, gleiten, Fortbewegung, Atmung, Rotation, Auftrieb und ein weiteres.
    So ist mein Sohn immer wieder mit dem Mund untergetaucht, hat Wasser in den Mund genommen und es draußen wieder ausgespuckt. Vielleicht denkt der eine oder andere Leser, dass dies trivial wäre und die Kinder ja doch schwimmen lernen sollen. Für einen Erwachsenen ist das trivial, für einen Zweijährigen ist das eine neue Erfahrung. Ich weiß, dass mein Sohn in der Zukunft keine Panik kriegen wird, wenn er taucht und plötzlich Wasser im Mund haben wird.

    Viele behaupten, dass man Schwimmen nur mit Anleitung lernen kann. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie die Rochenkinder schwimmen. Als ich das erste Mal ein ca. Neujähriges Mädchen im Becken sah, liefen mir die Tränen: Sie schwamm, tauchte, sprang wie ein kleiner Fisch. Sie war völlig mit dem Wasser verbunden. Jede Bewegung, jeder Atemzug waren so harmonisch. Sie kämpfte nicht gegen das Wasser, sie hielt sich nicht über Wasser - sie war mit dem Wasser eins.

    Inzwischen hospitierten meine Studierenden der Pädagogik bei den Rochenkindern. Sie kamen alle mit der gleichen Beobachtung zurück: Die Kinder schwimmen dort ganz anders. Es sieht ganz anders aus.
    Sie meinen damit die Harmonie der Bewegungen und optimales, also möglichst kraftsparendes Schwimmen.

    Es ist unglaublich, dass man auf die Rochenkinder noch nicht aufmerksam geworden ist. Dieses Konzept ist absolut einmalig. Es ist der konsequenteste Weg der reformpädagogischen Idee im Wasser: Kinder brauchen Zeit und Raum, um sich selbst zu entfalten - jedes in seinem eigenen Tempo, jedes auf seinem eigenen Weg. Hier geht es nicht um eine Romantisierung der Kindheit, sondern um einen Beweis, dass die 'Pädagogik vom Kinde aus' funktioniert.

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